
Die Kandidaten können, je nach persönlichem Interesse, eines der drei folgenden Electives wählen:
Gehalten von: Prof. Dr. Michael Heinhold, Prof. Dr. Peter Welzel, Prof. Dr. Martin Wallmeier, Dr. Manuel Alvarez v. Zerboni di Sposetti, Dr. Johannes Biberacher, PD Dr. Volker Heinke
Das Wahlfach richtet sich an Studierende mit besonderem Interesse an Fragen des Managements im internationalen Umfeld. Die Globalisierung als Prozess einer sich beschleunigenden Integration nationaler Märkte und der immer stärkeren Verbreitung international aktiver Unternehmen und Unternehmensnetzwerke stellt neue Herausforderungen an die Entscheidungsträger. Ziel des Wahlfaches ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen.
Im einführenden Teil werden aktuelle Trends in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen und in der Wettbewerbsfähigkeit von Ländern und Regionen vorgestellt und das makroökonomische Umfeld in der Weltwirtschaft behandelt.
In den beiden folgenden Tagen gilt das Interesse dem Management der Finanzströme eines international agierenden Unternehmens, das Instrumente der internationalen Geld- und Kapitalmärkte einsetzt, um Auslandsaktivitäten zu finanzieren, Wechselkursrisiken zu steuern oder Fusionen und Unternehmenskäufe zu finanzieren.
Der fünfte und sechste Tag sind dem Rechnungswesen international aktiver Unternehmen gewidmet. Die zweifache Wirkung der Internationalisierung der Rechnungslegung wird betrachtet: sie dient einerseits als Instrument der Kommunikation für die Investoren in den globalen Kapitalmärkten, andererseits ist sie ein Instrument des Controlling in global tätigen Unternehmen.
An den letzten beiden Tagen geht es schließlich um die steuerlichen Wirkungen strategischer Unternehmensentscheidungen im internationalen Umfeld. Neben einem kurzen Überblick der wichtigsten Grundlagen des internationalen Unternehmensteuerrechts werden Fragen der steueroptimalen Gestaltung der Auslandsaktivitäten deutscher Unternehmen und Gestaltungsfragen im Zusammenhang mit der Steueroasenproblematik behandelt.
Gehalten von: Wolfgang Glauner, Gerhard Mattner, Dr. Indre Maurer, Dr. Gerhard Sessing
In den letzten Jahren haben viele Unternehmungen ihre Wertschöpfungsprozesse funktionsübergreifend neu gestaltet, um die Erstellung ihrer Produkte und Leistungen besser auf die Kundenanforderungen auszurichten und so Rentabilitätssteigerungen zu erzielen.
Die Lehreinheit vermittelt auf der Basis von Fallstudien und einem Unternehmensplanspiel, wie Unternehmungen im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung sowohl ihre internen als auch unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse effektiv und effizient gestalten können.
Es präsentiert hierzu Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung und Instrumente der Geschäftsprozessorganisation. Konzeption, Umsetzung und Bewertung von Business-Plänen bilden einen weiteren Schwerpunkt des Moduls in seinem integrativen Ansatz.
Die Lehreinheit betont die Wichtigkeit einer funktionsbereichsübergreifenden Betrachtungsweise. Es integriert Themen und Erkenntnisse aus den Modulen Strategisches Management, Supply Chain Management (Produktion und Logistik), Finanzierung, E-Commerce (Informationssysteme), Customer Relationship Management (Marketing) und Organisation.
Gehalten von: Prof. Dr. Peter Schettgen, Prof. Dr. Eduard Jochum, Christian Prior, Hans Baumeister, Eric Braedner
Leadership und Management sind in ihrer Bedeutung nicht miteinander gleichzusetzen. Während Management hauptsächlich mit der strategischen Ausrichtung und operativen Umsetzung von Produktionsprozessen in Organisationen befasst ist, meint Leadership mehr die Steuerung der Arbeitsbeziehungen im unmittelbaren zwischenmenschlichen Verhältnis. Führen heißt, "Aufgaben mit anderen und durch andere zu erledigen" (Neuberger). Es geht also schwerpunktmäßig darum, andere Menschen fürs Mitmachen zu gewinnen, d.h. sie zur Arbeit an konkreten Projekten zu ermutigen und zu befähigen. Es erscheint müßig, darüber zu streiten, ob Leadership ein Aspekt von Management ist, oder ob das Umgekehrte gilt. Unbestritten ist, dass Leadership angesichts der wachsenden Komplexität von Organisationen und der rasanten Veränderung des Beschäftigungsumfeldes (erhöhte Leistungserwartungen, steigendes Arbeitstempo, Einsparung von Ressourcen, technische Innovationen, betriebliche Umstrukturierungen usw.) zunehmend wichtiger für Arbeitserfolg und -zufriedenheit wird.
Im Rahmen der Electives werden sowohl zentrale Führungskonzeptionen aufgezeigt, die den persönlichen Führungserfolg gewährleisten, als auch die zu ihrer Umsetzung notwendigen "Soft Skills" vermittelt. Verhaltensfeedback und -training sind unverzichtbare Instrumente, wenn die persönliche Führungskompetenz auf dem Weg zu einem höheren Maß an Führungserfolg ausgebaut und erweitert werden sollen. Wichtige Themen in diesem Zusammenhang sind z.B. die situationsangemessene Gestaltung des eigenen Führungsstils, eine wirksame und verbindliche Kommunikation, die Schaffung eines anregenden und motivierenden Arbeitsumfelds für sich und andere, das Leiten und Begleiten von Teams sowie der konstruktive Umgang mit Konflikten.